6. Sitzung – Flipped Classroom

Mark hat sich für ein ePortfolio bei YouTube entschieden. Das Video habe ich unter diesem Beitrag eingebunden. Es hat ein wenig gedauert, bis er jetzt seinen ersten Podcast/Vodcast online gestellt hat. Das Video möchte ich gerne zum Anlass nehmen, in der nächsten Sitzung über das Konzept des Flipped Classroom zu sprechen. Die Methode des Flipped Classroom, also „umgedrehter Klassenraum“, funktioniert im Grunde so, dass die Lehrperson Materialien (Texte, Videos, Podcasts) zur Verfügung stellt, mit denen sich die Lernenden dann selbständig die Inhalte erarbeiten. In der Präsenzsitzung werden die Inhalte dann nicht wiederholt, sondern Fragen geklärt. Weiterlesen

4. Sitzung – Handlungsempfehlungen für Medienkompetenzförderung

In der letzten Sitzung haben wir uns unter anderem mit der Frage beschäftigt, wie Medienkompetenz in die Schule integriert werden sollte. Das Medienkompetenzförderung in der Schule stattfinden muss, war am Ende unstrittig. Auch hatten die meisten ein recht gutes Bild davon, was für sie Medienkompetenz bedeutet. Es bedeutet eben nicht nur einen Computer einzuschalten und zu merken, dass die Inhalte von spiegel.de andere sind als die von bild.de oder einem (mehr oder weniger) unabhängigen Blog. Weiterlesen

3. Sitzung – Medienkompetenz 2.0?!?

Die Forderung nach Einsatz von Medien in der Schule geht von vielen Seiten aus. So ist sie im Schulgesetz von NRW zu finden. Auch in vielen Kernlehrplänen davon die Rede. Und in einem Beschluss der KMK von März 2012 wird ganz klar eine umfassende Medienkompetenz gefordert. Da die KMK allerdings nur eine eher beratende Funktion hat, wird immer noch deutschlandweit darüber diskutiert, wie Medienkompetenz in die Schule integriert werden könnte, ohne dass es eine allgemeingültige Form der Umsetzung geben könnte. Die Ideen gehen dabei von Medienkompetenz als Querschnittsaufgabe in allen Fächern bis hin zu einem eigenen Unterrichtsfach „Medienbildung“ o.ä.. Andere wiederum fordern einen Informatik- bzw. Programmierunterricht von der ersten Klasse an. In England gibt es dazu eine neues Curriculum. Und dann gibt es selbstverständlich die Stimmen, die Medien ganz aus der Schule verbannen wollen.

Die Forderung nach mehr Medienkompetenz ist auch aus diversen ePortfolios herauszulesen, mal sehr konkret, mal durch andere Thematiken.


Kernidee:

Wenn wir uns Gedanken darüber machen, wie wir Social Media in den Unterricht integrieren wollen, dann müssen wir uns auch über die Ziele im Klaren sein. Ein Ziel scheint Medienkompetenz zu sein, also: was ist denn eigentlich Medienkompetenz und wie gehen wir mit dem Begriff in Zeiten von Social Media um?

Aufgabe:

Nutzt die Möglichkeiten des Internets, um herauszufinden, was unter Medienkompetenz verstanden wird.

weitere, mögliche Leitfrage:

  • Was deckt eine Medienkompetenz ab?
  • Wann ist man medienkompetent?
  • Welche Besonderheiten ergeben sich in Bezug auf Social Media?
  • Inwieweit lässt sich der Begriff der Medienkompetenz von der Medienbildung abgrenzen?
  • Wo ergeben sich Kritikpunkte an der Medienkompetenz?

Arbeitsformen und Ergebnisse:

Ihr könnt zunächst kurz alleine recherchieren und dann in eine Partner- oder Kleingruppenarbeit übergehen.

Die Ergebnisse postet ihr bitte auf dem Padlet: http://de.padlet.com/wall/26apa57cyff6

Ihr könnt zu verschiedenen Themen Rahmen (oder auch digitale Post-Its) erstellen. Wenn sich genügend Rahmen angesammelt haben, können diese auch thematisch geordnet werden. Die Rahmen können kurze Aussagen/Zitate, Links, Fotos oder andere Anhänge beinhalten.

Gebot des Affektes: In vielen anderen Bereichen des Lebens und vor allem in Online-Diskussionen ist es manchmal nicht sehr angebracht, Dinge im Affekt zu schreiben und ohne eine letzte Kontrolle auf den „Senden“-Button zu klicken. In kollaborativen Lernszenarien, in denen es weniger um persönliche Befindlichkeiten geht, kann es aber sinnvoll sein, spontan und ohne groß darüber nachzudenken, Dinge zu posten. So ist es möglich, dass in kurzer Zeit ein Ergebnis auf dem Padlet erscheint. Auch können erste Posts auf dem Padlet – erscheinen sie auf den ersten Blick noch so unwichtig – vielleicht genau der Anstoß sein, den andere gebraucht haben.


Weiterführende Literatur (im Lernraum/ekvv):

Baacke, Dieter (1997): Medienkompetenz als Zielorientierung. In: ders.: Medienpädagogik. Max Niemeyer Verlag. Tübingen. (S. 96-100)

Walden, Thomas (2015): Medienkompetenz 2.1. In: Becker, Ulrike/ Friedrichs, Henrike/ von Gross, Friederike/ Kaiser, Sabine: Ent-Grenztes Heranwachsen. Springer VS. Wiesbaden. (S. 233-251)

2. Sitzung – Schule in der Informationsgesellschaft

Die Frage, wie man Social Media in der Schule einsetzen kann, ist auch immer eine Frage danach, wie man es einsetzen möchte. Dies wiederum ist mit persönlichen Einstellungen, Idealen und auch Vorurteilen verknüpft. Deshalb bietet es sich an, als Seminareinstieg das Plakat „Schule in der Informationsgesellschaft“ der Pädagogischen Hochschule Schwyz zu nutzen. Darauf ist eine Schule abgebildet, wie sie vielleicht in ein paar Jahren aussehen könnte. Jede Ecke ist mit Technik und Medien ausgerüstet. Und bildhaft dargestellt warten nebenan schon die Firmen und im Hintergrund stehen die Global Player der Medienwelt.


Kernidee

In nicht allzu weiter Zukunft wird die Nutzung von Medien in der Schule umfangreicher sein als heute. Wie können wir dies mitgestalten?

Auftrag

Bearbeitet das Poster in 4er-Gruppen nach Aufgabe 2.


Die Ergebnisse

In den Gruppen wurde heute rege diskutiert. In der späteren Plenumsdiskussion wurde unter anderem die Frage aufgeworfen, ob ein Einsatz von digitalen Medien für den „ökologischen Fussabdruck“ besser oder schlechter wäre. Immerhin verbrauchen die Geräte Strom und produzieren nach einer Weile einiges an Elektroschrott.
Dann wurde noch besprochen, dass eine Einsatz digitaler Medien in der Schule stattfinden müsse. Schule dürfe nicht eine Schonraum sein, in dem man die Schülerinnen und Schüler von den Medien fern hält und wenn sie dann in die „echte“ Welt kommen, nicht darauf vorbereitet sind.

Digitale Medien nicht aus der Schule raushalten, weil sie ein Schonraum ist, sondern gerade deswegen kann Schule ein Raum für Experimente sein, in dem man aufgefangen werden kann.

Dies bedeutet aber auch ein breites Engagement aller am Schulbetrieb beteiligten Personen und Institutionen, sprich Lehrerinnen und Lehrer, Universitäten, Politik, Schulverlage, etc.

Hier müsse die Medienkompetenz gefördert werden, die über ein technisches Verständnis hinausgeht. Internetfilter wurden skeptisch gesehen, weil sie an der Realität vorbeigehen. Man kann nichts lernen, was man nicht „anfassen“ kann.

Ich bin nun gespannt, welche Erkenntnisse die Studierende in ihre ePortfolios schreiben und welche Fragen aufkommen. Die Ergebnisse der heutigen Sitzung finden sich in Bildform hier:

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Weiterführende Literatur

Wampfler, Philippe (2013): Social Media als Herausforderung für die Schulentwicklung. In: ders.: Facebook, Blogs und Wikis in der Schule. Ein Social-Media-Leitfaden. Vandenhoek & Ruprecht. Göttingen. S. 121- 146.